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Outnorths großer Wanderguide

Wandern hat eine besondere Kraft. Du trägst alles, was du brauchst, auf dem Rücken, bewegst dich aus eigener Kraft vorwärts und siehst, wie sich die Natur um dich herum Schritt für Schritt verändert. Wandern kann für jede Person etwas anderes bedeuten: das Gefühl, die Distanz, das Ziel und wie du deine Tour planst, ist ganz individuell. Manche wollen weit und schnell gehen, mit möglichst wenig Ausrüstung. Andere mögen es bequemer – mit festem Lager, kürzeren Etappen und mehr Zeit, um Natur und Tierwelt zu genießen.

Das Wichtigste, woran du denken solltest:

  • Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg zu wandern.
  • Hauptsache, du kommst raus und hast Spaß.
  • Ausrüstung und Tourenplanung sollen zu dir passen – nicht umgekehrt.

Lies weiter für Tipps, Inspiration und wichtige Punkte, die dir bei der Planung deines Wanderabenteuers helfen.

Die Idee ist geboren, jetzt beginnt die Planung

Wenn du von einer Wandertour zu träumen beginnst, hilft es, dir ein paar grundlegende Fragen zu stellen. So wird die Planung einfacher und die Gefahr unangenehmer Überraschungen unterwegs kleiner.

Überlege dir:

  • Wo möchtest du wandern?
  • Willst du Tagestouren von einem Basecamp aus machen oder mit kompletter Ausrüstung weiterziehen?
  • Gibt es einen gut markierten Weg oder brauchst du mehr Navigation?
  • Wie ist das Wetter zu dieser Jahreszeit – und wie sieht die Natur dann aus? 
  • Wie viele von euch werden unterwegs sein?
  • Gibt es entlang der Route Läden oder Hütten, oder müsst ihr die ganze Verpflegung von Anfang an tragen? 
  • Schläfst du im Zelt, in einem Unterstand, in einer Hütte oder in einer Unterkunft wie einem Hostel? 
  • Wie sieht es mit der Wasserversorgung aus?

Es gibt viel zu beachten, aber sieh die Planung als einen spannenden Teil des Abenteuers. Wenn du dich über das Gebiet informierst – Karten, Wege, Regeln, Unterkünfte und Wasserquellen – verringerst du das Risiko unvorhergesehener Situationen.

 

Schlafausrüstung

Eine erholsame Nacht draußen hängt vor allem von drei Dingen ab:

  • Zelt
  • Isomatte
  • Schlafsack

Die Temperatur ist entscheidend. Schau dir die Wettervorhersage an – und auch die Angaben deiner Ausrüstung. Beim Schlafsack ist die Komforttemperatur wichtig (nicht nur der Extremwert). Für die passende Isomatte achtest du auf die Isolierleistung (z. B. den R-Wert) – damit die Kälte nicht von unten hochkriecht.

Wenn du den Komfort noch steigern möchtest, nimm ein aufblasbares Kissen und einen Schlafsackliner (Innenschlafsack) mit. Das sind zwei kleine „Luxusdetails“, die einen großen Unterschied für deine Schlafqualität machen können. Der Liner sorgt für eine zusätzliche isolierende Luftschicht und ist viel leichter zu waschen als der Schlafsack selbst.

Essen & Kochen

Essen ist eine der wichtigsten Grundlagen beim Wandern. Du brauchst Energie, Nährstoffe und am besten etwas Warmes im Magen – sonst leiden Laune und Kondition. 

Ein guter Einstieg ist ein Gaskocher. Er hält lange, ist leicht zu tragen und bringt den Inhalt im Topf sehr effizient zum Kochen. Es gibt viele verschiedene Größen und Modelle, aus denen du wählen kannst.

Wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid, ist es oft sinnvoller, euch einen größeren Sturmkocher zu teilen. So könnt ihr Gewicht sparen, indem jede Person ein paar Teile davon trägt. 

Beim Essen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Meist willst du vor allem Gewicht sparen und auf trockene Zutaten setzen.

Gefriergetrocknete Fertiggerichte

Gefriergetrocknete Gerichte sind oft die unkomplizierteste Lösung. Es gibt sie von verschiedenen Herstellern – als Frühstück, Mittag- und Abendessen. 

Vorteile:

  • Sehr leicht und einfach zu tragen.  
  • Energiereich und gut sättigend.
  • Große Auswahl an verschiedenen Gerichten – leicht zu variieren.
  • Du brauchst in der Regel nur heißes Wasser und etwas Geduld. 

Nachteil: 

  • Oft sind sie die teuerste Essensvariante.

 

Trockene Zutaten aus dem Supermarkt

Du kommst auch mit ganz normalen Lebensmitteln aus dem Supermarkt weit, solange du Dinge wählst, die mit Wasser und kurzer Kochzeit auskommen.

Beispiele:

  • Kartoffelpüreepulver mit Stücken von getrocknetem Fleisch und ein paar Gewürzen – günstig, lecker und leicht.
  • Instantnudeln – nicht super nahrhaft, aber als einfaches Mittagessen völlig ok.
  • Pfannkuchenmischung – perfekt als kleines Luxusfrühstück oder für eine Pause zwischendurch.

Lebensmittel selbst trocknen 

Wenn du gerne vorbereitest, kannst du dein Essen auch selbst trocknen. So wird dein Gepäck leichter, die Lebensmittel halten länger und du hast die volle Kontrolle über die Aromen.

Grundprinzipien:

  • Du kannst die Zutaten im Backofen bei niedriger Temperatur trocknen.
  • In kleine Beutel verpacken, z. B. Zip-Lock-Beutel.  
  • Auf der Tour müssen die Zutaten oft erst eine Weile (eine oder mehrere Stunden) einweichen, bevor du sie erhitzt, damit sie wieder weich werden.

Snacks und Zwischenmahlzeiten

Snacks sind mindestens genauso wichtig wie die Hauptmahlzeiten. Sie helfen dir, deine Energiereserven schnell wieder aufzufüllen, wenn du müde wirst.

Gute Snack-Ideen:

  • Schokoriegel, z. B. Snickers. 
  • Selbstgemachte Powerbars mit z. B. Datteln, Nüssen und Samen.
  • Fertige Proteinriegel aus dem Supermarkt. 
  • Eigenes „Studentenfutter“: Rosinen, Erdnüsse und kleine Schokostückchen.

Bewahre deine Snacks gut erreichbar auf – im Deckel des Rucksacks oder in einer Seitentasche –, damit du nicht jedes Mal auspacken musst, wenn du Energie brauchst.

Kleidung

Bei Kleidung kann man sich leicht im Dschungel aus Marken, Membranen und Materialien verlieren. Um es einfacher zu machen, kannst du dich an drei Grundprinzipien orientieren: 

Schichtsystem – lieber mehrere dünne Lagen als eine dicke.

Das richtige Material – am besten Wolle direkt auf der Haut. 

An Jahreszeit und Aktivität anpassen – mehr Belüftung, wenn du in Bewegung bist, mehr Isolation, wenn du pausierst.

Schuhe und Stiefel 

Was du an den Füßen trägst, ist entscheidend für dein Wandererlebnis. Viele greifen das ganze Jahr über zu Wanderschuhen bzw. -stiefeln, auch wenn sie im Sommer wärmer sein können als leichtere Schuhe. Dafür bekommst du mehr Stabilität und Halt.

Ein guter Wanderstiefel:

  • Reicht über den Knöchel.
  • Hat eine stabile, gut aufgebaute Sohle.  
  • Hat eine Schafthöhe, mit der du dich wohlfühlst – ein höherer Schaft gibt mehr Halt bei schwerem Gepäck und in anspruchsvollem Gelände.

Beim Material sind vor allem zwei Arten von Stiefeln üblich: GORE-TEX-Stiefel und sogenannte Schalenstiefel ohne Membran. 

GORE-TEX-Stiefel halten deine Füße länger trocken und sind oft gut gepolstert und sehr stabil – das schätzen viele bei rauem Gelände oder längeren Touren. Der Nachteil: Wenn sie einmal nass sind, brauchen sie länger zum Trocknen, und die zusätzliche Polsterung ist nicht für alle angenehm.

Schalenstiefel ohne Membran trocknen dagegen schneller und machen es leichter, die Wärme über die Dicke der Socken zu regulieren. Sie sind besonders gut geeignet, wenn du gerne mit Schichten und luftigen Materialien arbeitest.

Egal für welchen Typ du dich entscheidest: Probiere die Stiefel in Ruhe an – am besten mit den Socken, die du auch auf der Tour tragen möchtest.

Socken

Socken und Schuhe gehören einfach zusammen. Gute Socken können für Komfort und Fußgesundheit einen riesigen Unterschied machen. 

Ein bewährtes und praktisches System sind zwei Paar Socken aus Merinowolle.

  • Eine dünne Schicht direkt am Fuß.
  • Darüber eine dickere Schicht, passend zur Jahreszeit.

So reiben die Socken aneinander statt auf der Haut – das verringert das Risiko für Blasen und Scheuerstellen. Wolle ist außerdem ein ideales Material zum Wandern, weil sie:

  • Feuchtigkeit vom Fuß wegtransportiert.
  • Auch im nassen Zustand noch wärmt.
  • Können ausgelüftet und dann erneut getragen werden.

Wechsle deine Socken häufig – gerne mehrmals am Tag – und lass die getragenen außen am Rucksack auslüften, damit sie trocknen. Trockene, zufriedene Füße sind einer der Schlüssel für eine gelungene Wanderung.

Kleidung für die Beine 

Wenn es kalt ist, ist Funktionsunterwäsche direkt auf der Haut angenehm, am besten aus Merinowolle. Es gibt auch gute Funktionsunterwäsche aus Baumwolle oder Bambus, aber Wolle funktioniert am besten, wenn du ins Schwitzen kommst.

Über der Funktionsunterwäsche trägst du eine Outdoor- oder Funktionshose. Achte dabei besonders auf:

  • Stretcheinsätze für mehr Bewegungsfreiheit.
  • Belüftungsreißverschlüsse, um Wärme schnell ablassen zu können.
  • Bei sehr nassem Wetter oder in anspruchsvollem Gelände kannst du mit wasserdichten, robusten Hardshellhosen ergänzen. 

I veldig vått vær eller krevende terreng kan du supplere med skallbukser som er vanntette og slitesterke.

 

Klær på overkroppen 

Også her fungerer lag-på-lag-prinsippet best:

  • Understellsplagg nærmest kroppen – tykkelse etter temperatur.
  • Et varmende mellomlag – f.eks. fleece- eller ullgenser – gjerne med glidelås slik at du raskt kan lufte ut. 
  • Et ekstra lag som kan pakkes lite og tas frem når du pauser eller når det blåser kaldt – f.eks. en lett dunvest. 
  • Ytterst en skalljakke som beskytter mot vind, regn, snø og hagl. En enkel regnjakke kan fungere, men er som regel dårligere ventilert og ikke like godt tilpasset aktivt friluftsliv som en god skalljakke.

 

Hodeplagg 

Du taper raskt varme gjennom hodet når det er kaldt, og blir veldig varm hvis sola står på. En eller annen form for hodeplagg er et must i sekken. 

  • En lue er god å ha når det er kaldt på dagen, men minst like verdifull om natten – selv på milde netter kan en lue i soveposen gjøre stor forskjell.
  • En caps om sommeren beskytter ansiktet mot sola og gjør vandringen mer behagelig.

Sonstige Ausrüstung

Wasser

Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen auf einer Wanderung. Du brauchst immer einen Plan, wie du genug trinkst und sicherstellst, dass das Wasser trinkbar ist.

Typische Varianten:

  • Eine oder zwei Trinkflaschen plus ein kleiner Wasserfilter. Du füllst in Bächen und Seen nach und reinigst das Wasser mit dem Filter.
  • Trinksystem (2–3 Liter) im Rucksack – so kannst du häufig trinken, ohne stehenzubleiben.

Was am besten zu dir passt, hängt davon ab, wo du unterwegs bist und wie oft du unterwegs Wasser nachfüllen kannst. Egal, wofür du dich entscheidest, wichtig ist, dass du:

  • Regelmäßig trinkst.
  • Immer eine kleine Wasserreserve dabeihast, falls die nächste Wasserquelle schwer zugänglich ist oder sich als ungeeignet herausstellt.

Erste-Hilfe-Set

Du weißt nie, wann ein Unfall passiert – oft genau dann, wenn du am wenigsten damit rechnest. Ein Erste-Hilfe-Set gehört auf jeden Fall in deinen Wanderrucksack.

Ergänze dein Set am besten um:

  • Blasenpflaster
  • Sonnencreme

Mobiltelefon, Powerbank und Beleuchtung

Das Mobiltelefon gehört heute zur Standardausrüstung:

  • Um Fotos zu machen und deine Tour zu dokumentieren.
  • Du kannst mit Karten-Apps navigieren (denk daran, Offline-Karten herunterzuladen).
  • Es ist der einfachste Weg, mit Familie und Freund*innen in Kontakt zu bleiben – solange du Empfang hast.
  • Für den Abend hast du Unterhaltung in Form von Podcasts, Hörbüchern, Serien usw.

Damit dein Handy und andere elektronische Geräte laufen, kannst du eine Powerbank mitnehmen. Für längere Touren lohnt sich eventuell eine Powerbank mit Solarpanels, damit du sie bei Sonne immer wieder ein wenig nachladen kannst.

Eine Stirnlampe ist ebenfalls äußerst praktisch. Sie macht dir im Camp alles leichter, sobald es dunkel wird – beim Kochen, beim Toilettengang, beim Packen und beim Lesen.

Sonnenbrille

Den ganzen Tag draussen in greller Sonne oder auf Schnee unterwegs zu sein, der das Licht reflektiert, kann die Augen ganz schön anstrengen. Eine Sonnenbrille schützt vor grellem Licht und UV-Strahlung, hilft dir länger durchzuhalten und sorgt dafür, dass deine Augen weniger müde werden.

Wechselkleidung

Wie viele Wechselklamotten du mitnimmst, hängt davon ab, wie lange du unterwegs bist. Als Faustregel gilt: Hab immer mindestens ein komplettes, trockenes und sauberes Set zum Wechseln dabei.

Es kann richtig angenehm sein, spezielle „Camp-kleidung“ zu haben, die du nur trägst, wenn du trocken bist und der Abend beginnen kann. Das macht einen großen Unterschied – sowohl beim Komfort als auch bei der Wärme.

Messer

Es ist immer gut, wenigstens ein Taschenmesser oder ein leichtes Messer dabeizuhaben – das brauchst du öfter, als du denkst. Beim Kochen, um ein Seil oder ein Pflaster durchzuschneiden – oder du merkst, dass du doch lieber einen Pfannenwender brauchst, um die Pfannkuchen zu wenden? Und abends kannst du gemütlich dasitzen und ein bisschen schnitzen.

 

Der Rucksack

In deinem Rucksack trägst du deine ganze Ausrüstung. Es ist sehr wichtig, dass er zu dir passt und sich beim Tragen wirklich bequem anfühlt.

Wanderrucksäcke gibt es in vielen Größen, Rückenlängen und Ausführungen. Es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren und verschiedene Modelle auszuprobieren.

Achte besonders auf:

  • Dass der Rucksack nah an deinem Rücken anliegt.
  • Dass der Hüftgurt stabil und bequem ist.
  • Dass die Schultergurte gut gepolstert und angenehm zu tragen sind.

Die passende Größe des Rucksacks hängt unter anderem davon ab:

  • Wie viele Tage du unterwegs bist.
  • Wie viel und welche Art Ausrüstung du mitnimmst.
  • Ob du im Winter wanderst (dann braucht die Ausrüstung oft deutlich mehr Platz).

Ein gut sitzender Rucksack kann den Unterschied zwischen einer anstrengenden und einer richtig schönen Wanderung ausmachen.

Viel Glück bei deinen kommenden Abenteuern.

Wir hoffen, dass du jetzt sowohl neue Tipps als auch ein bisschen extra Inspiration für deine nächste Wanderung bekommen hast. Denk immer daran:

  • Respektiere die Natur.
  • Halte dich an die Regeln in Naturschutzgebieten und Nationalparks.
  • Hinterlasse keine Spuren.

Die Natur steht uns allen offen – gleichzeitig sind wir alle dafür verantwortlich, gut mit ihr umzugehen.

Wenn du Fragen zur Ausrüstung oder zur Tourenplanung hast, melde dich gerne bei unserem Kundenservice – wir unterstützen dich gerne dabei, dich für deine nächsten Abenteuer zu rüsten!

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